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VOX
Schwerhörigenzentrum Wien

Bitte mitmachen: Umfrage zu Auswirkungen der MNS-Maskenpflicht & Schwerhörigkeit!

Anna-Maria Stabentheiner ist Studentin des Masterstudienganges CREOLE an der Universität Wien und sie erforscht mit Kolleg/innen im Zuge eines Projekt-Seminars die Auswirkungen der gesetzlich vorgeschriebenen Maskenpflicht wegen Covid-19 auf hörbehinderte Menschen. Bitte nehmen Sie an dieser Umfrage teil:

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ÖSB-MNS-MASKE-(c)2020

Mit fast 1,75 Millionen hörgeschädigten Menschen in Österreich zählt diese Gruppe zu der größten Behindertengruppe in diesem Land. Die letzten 10 Monate, bedingt durch die Covid-19-Maßnahmen der Bundesregierung, waren für Menschen mit Hörminderung geprägt von Angst, Verzweiflung und Diskriminierung: Die MNS-Maskenverodnungen verunmöglichte de facto Kommunikation zwischen Schwerhörigen und hörenden Gesprächspartner/innen. Denn ohne Mimik und Mundbild fehlt auch neben der besten Hörsystemversorgung ein wichtiger Teil, um Gesprächsinhalten folgen zu können. Seit Ende November wurde in die Covid-19-Verordnung endlich ein Passus aufgenommen, der die Abnahme von MNS-Masken in der Kommunikation mit Hörbehinderten ermöglicht.

Student/innen der Universität Wien nehmen sich nun ebenfalls im Rahmen eines Projektseminars dieser Thematik an und bitten Betroffene um deren Mithilfe. Bitte füllen Sie entweder den Online-Fragebogen aus, oder beantworten nachstehende Fragen und senden Ihre Antworten an Frau Stabentheiner unter Email: anna.stabentheiner@gmail.com

Hier die Fragen im Detail:

1.       Wie lange sind Sie bereits hörbeeinträchtigt?

2.       Wie kommunizieren sie mit Ihren Gesprächspartner: innen? (Hörend/Hörbeeinträchtigt)

3.       Wie wichtig ist für Sie Mimik, inklusive Lippenbewegungen für eine gute Kommunikation?

4.       Seit 14. April gilt in Österreich eine weitreichende Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Hat diese Maßnahme Ihre Art zu kommunizieren beeinflusst? Falls ja, wie sind Sie damit umgegangen?

5.       Tragen Sie ein Hörgerät? Falls ja, stört Sie die Maske beim Tragen des Hörgerätes oder sind Ihnen ähnliche Probleme bekannt?

6.       Wenden Sie gewisse Hilfsmittel für eine erleichterte Kommunikation (z.B. Notizbuch, …) seit Beginn der Pandemie vermehrt an, beziehungsweise haben Sie neue Kommunikationsstrategien entwickelt? Falls ja, erläutern Sie diese bitte kurz.

7.       Wie haben sich die gesetzlichen Änderungen zur Maskenpflicht im Laufe der letzten Monate auf Ihre Kommunikation mit anderen Menschen ausgewirkt? (Beispiel: Face-shield, Aufheben der Maskenpflicht für Gehörlose bei der Kommunikation Ende November…)

8.       Gibt es Ihrer Meinung nach genügend Unterstützung für gehörlose und schwerhörige Menschen zur Kommunikation im öffentlichen Raum?

9.       Wie gut ist Ihrer Meinung nach das Bewusstsein der Öffentlichkeit bezüglich der Situation Hörbeeinträchtigter in Österreich?

10.   Welche Stelle wäre Ihrer Meinung nach in erster Linie verantwortlich für die Ausarbeitung etwaiger Unterstützungsmaßnahmen und das Stärken des Bewusstseins für die Situation Hörbeeinträchtigter?

11.   Mit dem 25. November wurde eine Gesetzesnovelle erlassen, die es Gehörlosen und Hörbeeinträchtigten Personen und deren Gesprächspartnern erlaubt während dem Gespräch ihre Masken abzunehmen. Inwiefern war der ÖSB/das Magazin SprachRohr daran beteiligt? Welche anderen Stellen haben sich für eine solche Gesetzesnovelle stark gemacht und waren an deren Durchsetzung beteiligt?

12.   Wie beurteilen Sie die von der österreichischen Regierung getroffenen Schritte und Maßnahmen zur Unterstützung schwerhöriger und gehörloser Menschen ein?

13.   Werden gehörlose und schwerhörige Menschen im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 nach dem heutigen Stand (Jänner 2021) ausreichend berücksichtigt?

Der ÖSB aber auch VOX-SHZ Wien empfehlen die Teilnahme, über Ergebnisse wird uns die Autorin informieren und wir haben vor darüber zu berichten.* ÖSB/VOX-12.01.21